CMS-Marktanteile und Rangliste: Wie verbreitet ist WordPress?

CMS-Marktanteile zeigen, wie verbreitet Systeme zum Erstellen und Verwalten von Websites innerhalb einer Erhebung sind. Am 30. Oktober 2026 ermittelte W3Techs WordPress auf 39,5 % aller untersuchten Websites und einen Anteil von 58,2 % unter Websites mit erkanntem CMS. WordPress lag damit vorne; die unterschiedlichen Bezugsgrößen und die Anforderungen des eigenen Blogs bleiben bei der Auswahl entscheidend.

Was ist ein CMS, und was misst der Marktanteil?

CMS steht für Content Management System, also ein System zur Inhaltsverwaltung. Es ermöglicht, Texte und Bilder über eine Verwaltungsoberfläche zu veröffentlichen und zu bearbeiten. Die Erhebung umfasst neben WordPress, Drupal und Joomla auch Website-Baukästen wie Wix und Squarespace sowie Handelsplattformen wie Shopify. Eine gemeinsame Tabelle bedeutet nicht, dass alle denselben Zweck oder Betriebsaufwand haben.

Nutzung auf allen Websites und Anteil am erkannten CMS-Markt

Die CMS-Statistik von W3Techs enthält zwei Prozentwerte. Die allgemeine Nutzung bezieht sich auf alle untersuchten Websites. Der CMS-Marktanteil bezieht sich auf Websites, deren CMS erkannt wurde. „Alle Websites“ bezeichnet hier die Untersuchungsbasis und keine lückenlose Zählung des gesamten Internets.

Ein fiktives Beispiel: Von 1.000 untersuchten Websites wird bei 700 ein CMS erkannt, und 400 verwenden A. Die allgemeine Nutzung von A beträgt 400 ÷ 1.000 × 100 = 40 %. Innerhalb des erkannten CMS-Marktes sind es 400 ÷ 700 × 100 ≈ 57,1 %. Dieselben 400 Websites ergeben durch einen anderen Nenner einen anderen Anteil. Dies sind Beispielzahlen und keine WordPress-Messwerte.

Websites sind keine Besucher oder Umsätze

Ein Anteil nach Websites ist kein Anteil an Besuchern, Seitenaufrufen, Betreibern oder Umsätzen. Ein kleines privates Blog und ein großer Onlineshop können jeweils als eine Website zählen. Aus „39,5 % der Websites verwenden WordPress“ folgt nicht, dass 39,5 % der Internetbesucher WordPress nutzen.

Für die Verbreitung eines Werkzeugs sind Website-Anteile hilfreich. Wer Werbeeinnahmen abschätzen möchte, benötigt dagegen Informationen über Publikum und Werbeleistung. Für die wirtschaftliche Größe von Shops sind Transaktions- und Umsatzdaten nötig.

Aktuelle CMS-Marktanteile und Rangfolge

Die Tabelle enthält ausgewählte Plattformen aus der W3Techs-CMS-Übersicht vom 30. Oktober 2026. Sie zeigt führende Systeme und Ghost als Vergleich, keine vollständige Top-Ten-Liste. Die Zahlen werden mit einer Nachkommastelle angezeigt; gleiche Anzeigen beweisen weder exakte Gleichstände noch eine genaue Rangposition. Die Tabellen verwenden den Dezimalpunkt der Quelle.

CMS oder Plattform Nutzung unter allen untersuchten Websites Anteil bei erkanntem CMS
WordPress 39.5% 58.2%
Shopify 5.3% 7.9%
Wix 4.2% 6.1%
Squarespace 2.4% 3.6%
Joomla 1.1% 1.6%
Tilda 0.8% 1.2%
Webflow 0.8% 1.2%
Duda 0.7% 1.1%
Drupal 0.6% 0.9%
Ghost 0.1% 0.1%

Quelle: W3Techs zu CMS-Nutzung und Marktanteilen. Am selben Tag entfielen 32,1 % auf „None“: Dort wurde keines der beobachteten CMS erkannt. Diese Kategorie ist kein Produkt und kein Beweis dafür, dass die Websites überhaupt kein CMS verwenden.

WordPress führt beide Messgrößen an, gefolgt von Shopify, Wix und Squarespace. Ein Shopify-Händler und ein Ghost-Newsletter-Anbieter können jedoch ganz unterschiedliche Aufgaben lösen. Verbreitung liefert Orientierung, aber keine Bewertung der funktionalen Eignung.

Warum ist WordPress so verbreitet?

Die offizielle Funktionsübersicht von WordPress beschreibt die Freiheit, Code anzupassen, Themes und Plugins sowie verschiedene Veröffentlichungsmöglichkeiten. Themes gestalten das Erscheinungsbild; Plugins erweitern das Grundsystem. Die hier gemeinte selbst gehostete WordPress.org-Software ist von einzelnen WordPress.com-Hostingprodukten zu unterscheiden.

Diese Struktur bietet Möglichkeiten, mit einem einfachen Blog anzufangen und später Funktionen hinzuzufügen. Hosting, Entwicklung und Wartung lassen sich unterschiedlich organisieren, während bestehende Inhalte weiterverwendet werden. Fehlende Software-Lizenzkosten machen Domains, Server, kostenpflichtige Erweiterungen und Verwaltungszeit allerdings nicht kostenlos.

Eine große Nutzerbasis kann die Suche nach Problemlösungen und Entwicklern erleichtern. Sie garantiert weder die Qualität jedes Plugins noch Unterstützung in der gewünschten Sprache. Prüfen Sie Wartungsaktivität, Kompatibilität und Support der tatsächlich benötigten Werkzeuge.

Dies ist keine Ursachenanalyse, die einen bestimmten Zuwachs auf Open Source zurückführt. Eine Marktanteilstabelle kann den Beitrag einzelner Faktoren nicht isolieren. Funktionen und Ökosystem erklären mögliche Hintergründe der Verbreitung, ohne ihre Wirkung zu beziffern.

Wie verändern sich CMS-Marktanteile?

Langfristige Werte derselben Erhebung vergleichen

Die folgenden Werte stammen aus der jährlichen CMS-Marktanteilshistorie von W3Techs. Beide Spalten beziehen sich auf Websites mit erkanntem CMS, nicht auf die allgemeine Website-Nutzung. Es handelt sich jeweils um den 1. Januar, nicht um Jahresdurchschnitte.

CMS 1. Januar 2022 1. Januar 2026 Veränderung
WordPress 65.2% 60.2% −5.0 Prozentpunkte
Shopify 6.6% 7.0% +0.4 Prozentpunkte
Wix 2.9% 5.8% +2.9 Prozentpunkte
Squarespace 2.7% 3.4% +0.7 Prozentpunkte

Prozentpunkte sind die Differenz zweier Prozentwerte. Der Rückgang von 65,2 % auf 60,2 % beträgt 5,0 Prozentpunkte und ist anders zu berechnen als ein Rückgang um 5 %. Wix und Squarespace gewannen in diesem Zeitraum ebenso wie Shopify Anteile hinzu. Aktuelle Übersicht und historische Tabelle können unterschiedliche Stichtage haben; ihre jeweils neuesten Spalten dürfen nicht unbemerkt als gleichzeitige Beobachtung zusammengeführt werden.

Sinkender Anteil bedeutet nicht zwingend weniger Websites

Angenommen, ein fiktiver CMS-Markt umfasst eine Million Websites, davon 600.000 mit A: Das ergibt 60 %. Später wächst der Markt auf zwei Millionen Websites und A auf eine Million. Der Anteil sinkt auf 50 %, obwohl die absolute Zahl steigt. Für einen tatsächlichen Rückgang braucht man vergleichbare absolute Zahlen und dieselbe Erhebungsabdeckung.

Eine Rangänderung beweist auch keine allgemeine Abwanderung von WordPress oder einen Rückgang durch KI. Neue und geschlossene Websites, veränderte Stichproben, Erkennungsmethoden und echte Migrationen verlangen jeweils eigene Belege. Für die Zukunft ist es hilfreicher, die Eignung der Werkzeuge für Betriebsziele zu beobachten, als eine sichere Fortsetzung des Trends vorauszusetzen.

Welche Grenzen der Statistik sind wichtig?

Grundgesamtheit und Zähleinheit prüfen

Die W3Techs-Methodik berücksichtigt Websites mit sinnvollen Inhalten oder Funktionen und schließt etwa reine Server-Standardseiten und wesentliche Duplikate aus. Untersucht wird die Technik von Websites statt der Anzahl einzelner Seiten; Subdomains werden nicht als eigenständige Websites gezählt. Die Statistik entspricht daher keiner Zählung sämtlicher Blogkonten innerhalb eines Dienstes.

Weltweite Website-Anteile dürfen nicht als Anteil am deutschen Blogmarkt ausgegeben werden. Auch Übersetzungen machen daraus keine lokale Erhebung. Für ein Land, eine Inhaltssprache oder besonders besucherstarke Websites benötigt man Daten der jeweiligen Gruppe. Die Inhaltssprache und der Wohnsitz eines Betreibers sind ebenfalls verschiedene Kriterien.

Nicht erkanntes CMS und Unterschiede zwischen Anbietern

Laut den W3Techs-Erläuterungen zu Erkennung und Genauigkeit werden Hinweise in Seiten, Code, URLs und Antworten ausgewertet; vollkommene Genauigkeit ist nicht möglich. Eigene Systeme, schwer erkennbare Konfigurationen und nicht beobachtete Technologien können vorkommen. „None“ beweist deshalb kein fehlendes CMS. Täglich aktualisierte Berichte bedeuten auch nicht, dass jede Website täglich neu untersucht wird.

Vor einem Vergleich mit anderen Anbietern sind Population, Technologiekategorien, Datum und Nenner abzugleichen. Unvereinbare Prozentwerte zu mitteln oder Gesamtweb-Werte mit Top-Site-Werten zu einer Zeitreihe zu verbinden, verändert die Aussage. Prüfen Sie Mehrfachnutzung und Rundung, bevor Sie eine einfache Summe wie bei einem Kreisdiagramm erwarten.

Ist ein CMS mit hohem Marktanteil besser?

Hohe Verbreitung kann ein günstiges Signal für Lernmaterial, Erweiterungen, Migrationserfahrung und Wartungspersonal sein. Sie ersetzt keine Verwaltung von Wiederherstellung, Updates, Berechtigungen und installierten Erweiterungen. Sicherheit ist anhand der konkreten Konfiguration und Arbeitsabläufe zu beurteilen.

SEO bedeutet Search Engine Optimization, also Suchmaschinenoptimierung: Inhalte sollen auffindbar und verständlich werden. Der CMS-Anteil garantiert weder Suchpositionen noch Erwähnungen in generativen Suchantworten. Prüfen Sie Indexierungsfreigaben, konsistente URLs, Inhaltsqualität und interne Links. Vergleichen Sie Geschwindigkeit an echten Seiten mit ähnlichen Bildern, Themes, Anzeigen und externen Skripten.

Ein kleiner Anteil beweist umgekehrt keine schlechte Eignung. Unser Ghost-Leitfaden mit WordPress-Vergleich zeigt etwa den möglichen Nutzen eines verbundenen Newsletter- und Abonnementablaufs. Wenn Zahlungsregionen, Sprachbeziehungen oder Integrationen nicht passen, reicht ein angenehmer Editor trotzdem nicht aus.

Ein CMS passend zum Blogziel auswählen

Notieren Sie vor der Rangliste, was Leser und Betreiber tatsächlich tun müssen. Diese Tabelle enthält Prüffragen für verschiedene Betriebsmodelle und keine pauschalen Produktempfehlungen.

Betriebsziel Wichtige Bedingungen Kleiner Praxistest
Werbefinanziertes Informationsblog Anzeigencode, Gliederung, URL-Erhalt und Schreibwerkzeuge Anzeigenposition und Mobilansicht eines Artikels prüfen
Newsletter und bezahlte Abos Einwilligung, Abmeldung, Empfänger, Zahlungsberechtigung und Zugriff Test an eigene Adresse senden und Mitgliedszugänge vergleichen
Shop und Inhalte Verknüpfung von Produkten, Bestellungen, Zahlungen und Artikeln; App-Kosten Produktartikel und Kaufweg in einer Testumgebung prüfen
Mehrsprachiges Blog Übersetzungsbeziehungen, Sprachmenüs, URLs, Kategorien und Personal Zwei Sprachversionen erstellen und Wechsel sowie Links prüfen
  1. Pflichtfunktionen und feste Bedingungen definieren. Bestehende URLs, zwei Sprachen oder Anzeigencode können unverzichtbar sein. Trennen Sie diese Anforderungen von bloßen Komfortwünschen.
  2. Zwei oder drei passende Kandidaten auswählen. Nutzen Sie Marktanteile ergänzend, um die Suche nach Ressourcen und Hilfe einzuschätzen. Auch die Weiterverwendung einer gut funktionierenden Website ist eine Option.
  3. Mit denselben Inhalten einen kleinen Pilot durchführen. Erstellen Sie einen Artikel, ein Bild, Menüs und den benötigten Anzeigen- oder Aboablauf. Begrenzen Sie Tests, damit keine echten Leser versehentlich E-Mails erhalten oder unbeabsichtigte Zahlungen erfolgen. Verwenden Sie vor der Freigabe Vorschau oder Testumgebung.
  4. Jahreskosten und Zuständigkeiten aufschreiben. Addieren Sie Hosting, Domain, bezahlte Themes, Plugins oder Apps, E-Mail, Backups und Wartungszeit. Prüfen Sie Preise nach Einstiegsrabatten und Bedingungen bei wachsendem Publikum.
  5. Migration und Wiederherstellung vor der Entscheidung prüfen. Klären Sie Exportumfang für Artikel, Bilder und Mitglieder, Weiterleitungen bei URL-Wechseln und Backup-Wiederherstellung. Wählen Sie eine Lösung mit funktionierenden Pflichtmerkmalen sowie klaren laufenden Kosten und Verantwortlichen.

Der Pilot soll ein Werkzeug finden, das Ihre Betriebsbedingungen erfüllt. Bei einer bestehenden Website sollten das konkrete Problem und der erwartete Nutzen eines Wechsels feststehen; die Kosten für den Erhalt von Daten und URLs gehören zur Entscheidung.